Der Anfang einer langen Beziehung

Bäume leben lange und werden groß… „Ja, ja, weiß ich doch,“ möchte man sagen. Aber oft denkt man gerade an die einfachsten Dinge nicht. Wenn man einen neuen Baum pflanzen möchte, muss man sich über folgende drei Punkte im Klaren sein:

  • Standort
  • Sorte
  • Wuchsgröße

Bäume können säulenförmig wachsen, eine breite Krone bekommen oder sie wachsen als Hängeform. Alles Faktoren, die eine entscheidende Auswirkung auf die Umgebung eines Gartens haben. Eine Beratung vor dem Pflanzenkauf ist deshalb die erste gute Entscheidung. Wer einen neuen Baum setzt, geht eine nachhaltige, viele Jahrzehnte lange Beziehung ein.

Der neue Baum braucht die passende Grube

Wenn man nun den richtigen Baum gefunden hat, muss man für den neuen Gartenbewohner eine richtig große Grube ausheben. Der Durchmesser der Baumgrube muss doppelt so groß sein, wie der Ballen oder der Topf des Baumes. Die Tiefe der Grube soll ungefähr die Höhe des Topfes bzw. des Baumballens haben. Tipp: Die Erde am Boden der Baumgrube zusätzlich eine halbe Spatentiefe weit auflockern. So kann das Wasser gut versickern und es bildet sich keine Staunässe. Wenn man beim Graben auf verdichteten Boden stößt, der durch die Humusierung der Erde entsteht, muss man diese Schicht unbedingt auflockern. So eine Schicht lässt das Wasser nicht durch und die Pflanze stirbt.

Richtiges einpflanzen ist das A & O

Wenn man den Baum aus seinem Topf herausnimmt, muss man zuerst die Wurzeln im unteren Bereich, die zum Teil verdreht sind, auflockern und vorsichtig auseinanderziehen. Dadurch kann sich die Pflanze besser in dem neuen Boden einwurzeln. Einer der entscheidendsten Faktoren beim Einpflanzen ist das Niveau, in dem man den Baum setzt: Die Ballenoberkante muss knapp über dem Niveau des umliegenden Erdreiches sein. Der Baum sollte leicht überhöht stehen, weil er sich in Folge ein wenig absenkt, etwa durch das Gießen. In der Natur stehen Bäume auch überhöht und nie vertieft. Das richtige Pflanz-Niveau wirkt sich ganz entscheidend auf das Wachstum des Baumes aus.

Erde neu mischen und auffüllen

Bevor der Baum endgültig in die ausgehobene Grube kommt, sollte man noch reichhaltige Pflanzerde, zB die Plant Jord-Erde mit der vorhandenen Gartenerde vermischen. Jetzt kann der Baum eingesetzt werden. Die restliche Erde wird über der Grube verteilt und mit den Füßen festgetreten. Aus der überschüssigen Erde, die rund um die Pflanzgrube liegt, bildet man einen Wall, der in der Mitte etwas tiefer ist. In diesem Wall kann sich nach dem Gießen das Wasser sammeln und direkt zu den Wurzeln sickern. So kommt es direkt zu den Wurzeln und versiegt nicht weiter weg. Zum Abschluss wird der Baum mit zwei großen Gießkannen Wasser gegossen, damit sich das Erdreich gut setzt und der Ballen schön nass wird. Die Wurzeln können sich jetzt besser mit dem umgebenden Erdreich verbinden.

Nicht zu viel aber richtig gießen

So lange die Pflanze noch nicht voll ausgetrieben hat und es noch nicht zu heiß ist, darf man nicht zu viel gießen – ein bis zwei Mal wöchentlich reicht. Wenn die Tage heißer werden, kann man öfters gießen. Wichtig ist die richtige Menge des Gießwassers. Man sollte pro Gießgang immer die gleiche Menge Wasser verwenden. Bei kleinen Bäumen sind das zirka zwei Kannen pro Gießgang (je 10 L), zwei Mal pro Woche. Bei vier bis fünf Meter hohen Bäumen, mit armstarken Stämmen, gießt man idealerweise einmal in der Woche 10 bis 15 volle Gießkannen. Ein kräftiger Gießgang garantiert, dass das Wasser ungehindert in die Tiefe sickern und bis zu den Wurzeln vordringen kann. Man muss also genau schauen, ob das Wasser abrinnt, mindestens einen halben Meter tief. Das Wasser darf nicht nur die Erdoberfläche befeuchten.

Schutz gegen Wind: Baum fest verankern

Und noch etwas: Auf die Verankerung des Baumes darf auf keinen Fall vergessen werden, damit der Baum bei Wind und Wetter nicht umfällt. Man wickelt zuerst eine Jute-Schnur um den Stamm des Baumes, damit die Holzverankerung um den Baum nicht am Stamm scheuert. Dann wird der Baumstamm mit einem entsprechenden Abstand zur Stange befestigt. Wichtig ist, die Verankerung immer wieder zu kontrollieren, denn der Baum wächst und der Stamm wird dicker. Durch eine regelmäßige Kontrolle kann man Einschnürungen am Stamm rechtzeitig erkennen. Tut man das nicht, kann der Baum oberirdisch absterben. Deshalb ist es am besten, die Verankerung nach einem halben Jahr zu lösen und neu befestigen.

Bei Praskac haben wir den richtigen Baum für Sie: Laubbäume, Nadelbäume, Obstbäume. Wir helfen Ihnen auch gerne bei Fragen zu Ihren Bäumen und deren Pflanzung.