Gartenpflanzen im Topf pflanzen- Was gilt es dabei zu beachten?

Beim Pflanzen von Gartenpflanzen in Töpfen auf Terrassen gibt es einige Dinge, die man beachten muss. Bei Töpfen ist es so wie bei Schuhen – niemals zu klein kaufen. Der Topf  muss der Pflanze ausreichend Platz bieten und er sollte im nächsten Jahr auch noch passen. Für eine großen Topf spricht auch, dass der Wind ihn nicht so schnell umblasen kann und dass die Pflanze auch genug Erdvolumen hat wo ausreichend Wasser und Nährstoffe gespeichert werden kann.

 So erspart man sich, dass man die Pflanze zwei, drei Mal am Tag gießen muss. Am besten kauft man einen Topf, der am Topfboden Erhöhungen hat. Man kann auch an den erhöhten Stellen Löcher in den Topf bohren, das hat den Vorteil, dass das Wasser im unteren Bereich des Topfes stehen bleiben kann und so ein natürliches Reservoire bildet, wo die Pflanzenwurzeln hinein wurzeln können. Wichtig ist nur, das viele Löcher in dem Topf sind, dass das Wasser zuverlässig abfließen kann und es sich nicht langsam zu füllen beginnt, weil im Wasserstehen, das hält keine Pflanze aus.

Topf sollte besser größer als zu klein sein

Bevor man die Pflanze in ihren Topf setzt, muss man ein Drainagevlies, am besten ein Bauvlies, am Topfboden ausbreiten. Das Vlies fungiert als Zwischenschicht zwischen der Drainageschicht und der Erde und hilft. Auf das Vlies kommt dann eine 5 bis 7 Zentimeter hohe Schicht mit Leca-Steinen, darauf legt man dann ein Trennvlies, das verhindert, dass die Erde in das Leca hinein gewaschen wird und so die Drainagewirkung verloren geht. Als nächstes füllen wir die Erde in den Topf, dann die Pflanze aus den Topf nehmen und die vielen Wurzeln an der Außenseite ein wenig aufreißen. Dadurch merkt die Pflanze, dass sie in einem neuen Boden steht und entsprechend rasch, die neue Erde durchwurzeln kann. Wichtig ist es die Pflanze gut in die Erde zu drücken, die Erde oben drüber auch gut anzudrücken und einen zwei bis drei Zentimeter hohen Gießrand zu belassen.

Beim Umsetzen im Topf düngen nicht vergessen

Zuguterletzt wird die Pflanze aufgedüngt mit einem entsprechenden Dauerdünger, das sind Dünger, die die Nährstoffe sehr langsam abgeben, damit kann es zu keinem Schock für die Pflanze kommen. Die Pflanze ist jetzt den ganzen Sommer, bis in den Herbst hinein, ausreichend mit Nährstoffen versorgt. Den Dünger oben auf die Erde streuen, dann den Dünger etwas in die Erde hinein drücken und wenn er mit Feuchtigkeit in Berührung kommt, beginnt er sich zu lösen und die Pflanze hat die Nährstoffe, die sie braucht. Wichtig ist, dass die Pflanzen nach dem Setzen kräftig gegossen werden, man sollte in großen Töpfen – zirka kniehoch – 2 bis 3 Gießkannen mit Wasser langsam einfüllen und versickern lassen, so ist die Pflanze durchdringend naß, die Erde setzt sich zusammen, verbindet sich mit den Wurzeln der Pflanze aus dem kleinen Topf.

Im Winter Topfpflanzen nicht besonnen

Bedenken muss man auch, das Topfpflanzen im Winter keine direkte Besonnung abbekommen sollen. Insbesondere, wenn die Pflanzen schon länger in den Töpfen stehen und  die Wurzeln sich bis an den Topfrand gebildet haben. Das kann man verhindern, in dem man den Topf leicht schattiert, damit die Sonne nicht direkt darauf scheint. Das Gefahr ist, wenn es friert und dann die Sonne auf den Topf scheint, dass es auftaut, insbesondere in den Randbereichen. Je dunkler der Topf ist, umso gefährlicher ist es, das die Wurzeln auftauen und in der nächsten Nacht wieder einfrieren. Dieser ständige Wechsel von Einfrieren und Auftauen schädigt die Wurzel enorm und das kann soweit gehen, dass die Wurzeln komplett absterben und die Pflanze im Frühling kaputt ist. Und vergessen sie nicht, dass man immergrüne Pflanzen im Winter von Zeit zu Zeit gießen sollte, sie brauchen nicht sehr viel Wasser, aber alle 2 bis 3 Wochen eine Gießkanne ist hilfreich, um Trockenschäden, die im Winter entstehen können, zu verhindern.