Thujenminiermotte

Schadbild:
Bereits ab Jänner sind an den Triebspitzen von Thujen (Thuja) und Scheinzypressen (Chamaecyparis) gräulich-gelbe und braune Verfärbungen erkennbar. Diese vertrocknen und fallen teilweise ab. Im Vergleich zu Pilzinfektionen, Mangelerscheinungen oder Frostschäden sind die Triebspitzen im Gegenlicht betrachtet glasig durchscheinend. Dabei sind die Fraßgänge (Minen) und die kleinen Raupen samt Kotspuren deutlich sichtbar.

Maßnahmen:
Ab Mitte Juni, wenn die Motte ihre Eier an den Nadelschuppen ablegt, sollte mit einem spezifischen Entwicklungshemmer gespritzt werden. Mitte Juli ist schließlich ein Insektizid gegen die Larven einzusetzen. Bei jährlich wiederkehrendem starken Befall wirkt sich auch ein Rückschnitt im April – Mai positiv aus. Auch Pflanzenstärkungsmittel und eine ausgewogene Düngung sind zielführend.

Rote Kiefernbuschhornblattwespe

Schadbild:
Ab Oktober sind an Föhren-/Kiefernnadeln gelbe Eikolonien zu sehen. Ende April beginnen die grüngrauen Larven die Nadeln von der Spitze her nach unten – entweder bis zu Mittelrippe oder auch ganz – zu fressen. Dieser Kahlfraß ist besonders auffällig und fügt der Pflanze erheblichen Schaden zu.

Maßnahmen:
Gleich bei der ersten Erkennung von Fraßspuren sollte eine intensive chemische Behandlung durchgeführt werden. Im Herbst kontrolliert man die Pflanzen auf etwaige Eiablagen und pflückt befallene Nadeln aus.

Thujen-Triebspitzensterben

Schadbild:
Die Erkrankung wird durch Pilzbefall hervorgerufen und bewirkt die Braunfärbung und das Absterben von Triebspitzen, v.a. bei Thuje (Thuja), Scheinzypresse (Chamaecyparis) und Wacholder (Juniperus). Der Übergang von den abgestorbenen Zweigenden zum gesunden Zweig ist scharf abgegrenzt. Gegen Mai zeigen sich die Sporenlager als kleine schwarze Flecken.

Maßnahmen:
Um einer Neuinfektion gesunder Pflanzen(-teile) vorzubeugen, sollte vor Mai ein Rückschnitt bis ins gesunde Holz erfolgen. Eine chemische Behandlung gegen den Pilzbefall ist für Mai – Juni zu einzuplanen.

Ursachen:
einseitige Düngung, Magnesiummangel, schlechte Standortverhältnisse.

Thujen-Schuppenbräune

Schadbild:
Schon ab Jänner sind als Folge dieser Pilzerkrankung an Zweigenden v.a. von Thuje (Thuja) und Scheinzypresse (Chamaecyparis) einzelne aufgehellte Nadelschuppen zu erkennen. Bis zum späten Frühjahr werden die Zweige braun und weisen schwärzliche Sporenlager auf.

Maßnahmen:
Noch bevor die Sporenlager, die zur Neuinfektion gesunder Pflanzen führen, ausgebildet werden, sollte ein Rückschnitt bis ins gesunde Holz durchgeführt werden. Beginnend im Juni kann über die Sommermonate wiederholt chemisch mit einem Pilzmittel behandelt werden.

Ursachen:
einseitige Düngung, schlechte Standortverhältnisse

Kiefernschütte

Schadbild:
Ab September werden auf Föhren-/Kiefernnadeln winzige gelbe Flecken sichtbar, die man am besten mit einer Lupe erkennt. Der Neuaustrieb im Frühling ist hingegen wieder grün. Befallene Nadeln fallen im Mai ab. Daran entstehen, v.a. bei feuchter Witterung, schwarze, elliptische Sporenlager, aus denen in den Sommermonaten gesunde Nadeln erneut infiziert werden. Eine starke Schwächung der Gehölze durch massiven Nadelverlust ist deutlich erkennbar.

Maßnahmen:
abgefallene, kranke Nadeln bis Juni aus dem Garten entfernen. Eine chemische Behandlung mit einem Pilzmittel in den Monaten Juli – August ist speziell bei starkem Befall ratsam.