Hecken

Die Hecke – Sichtschutz und Gestaltungselement

Wer seinen Garten verändern möchte, der kann es mal mit einer Hecke probieren. Sie ist nicht nur Sichtschutz, sondern auch ein vielseitiges, wandelbares Gestaltungselement, das nicht viel Arbeit macht. Grün oder bunt blühend, essbar oder duftend, als Zierde oder Schutz – eine Hecke ist Vielfalt pur.

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Warum Hecken im Garten unverzichtbar sind: Die vielen Vorteile auf einen Blick

Eine sorgfältig ausgewählte Hecke kann Ihren Garten in vielerlei Hinsicht aufwerten:

  • Perfekter Sicht- und Windschutz: Ob vor neugierigen Blicken oder störendem Wind – eine dichte Hecke schafft eine geschützte Oase der Ruhe.
  • Natürlicher Lärmfilter: Das dichte Blattwerk dämpft Umgebungsgeräusche und trägt zu einer entspannteren Atmosphäre bei.
  • Lebensraum für unzählige Arten: Hecken sind wahre Hotspots der Artenvielfalt. Sie bieten Nistplätze, Verstecke und eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel, Insekten, Kleinsäuger und sogar Amphibien und Reptilien. In einer gut strukturierten Hecke können zwischen 900 und 1.500 verschiedene Tierarten leben!
  • Verbessertes Mikroklima: Hecken spenden Schatten, erhöhen die Luftfeuchtigkeit und können die Windgeschwindigkeit erheblich reduzieren, was sich positiv auf das Klima in Ihrem Garten auswirkt.
  • Bodenschutz und Wasserspeicherung:Das Wurzelwerk von Hecken befestigt den Boden und schützt ihn vor Erosion. Gleichzeitig helfen sie, Regenwasser im Boden zu speichern, was in Trockenperioden von großem Vorteil ist.

Immergrüne Hecken: Ganzjähriger Sichtschutz und Struktur

Für eine dauerhafte grüne Kulisse sind immergrüne Hecken ideal. Sie behalten ihr Laub auch im Winter und bieten somit das ganze Jahr über Privatsphäre und Struktur. Beliebte Sorten sind beispielsweise:

  • Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus): Schnellwachsend, dicht und pflegeleicht. Achten Sie auf schnittverträgliche Sorten. (Hinweis: Für naturnahe Gärten gibt es oft bessere Alternativen, da Kirschlorbeer nicht heimisch ist und weniger Nahrung für heimische Tiere bietet als Wildsträucher.)
  • Eibe (Taxus baccata): Besonders langlebig, schnittverträglich und auch für schattigere Standorte geeignet.
  • Glanzmispel (Photinia fraseri ‚Red Robin‘): Begeistert mit leuchtend roten Trieben im Frühjahr und dichtem Wuchs.
  • Liguster (Ligustrum vulgare ‚Atrovirens‘): Eine robuste, halbimmergrüne Variante, die auch mit kühleren Temperaturen zurechtkommt.

Laubabwerfende Hecken: Farbenpracht und Dynamik

Laubabwerfende Hecken bringen eine wunderbare Dynamik in den Garten. Sie begeistern mit prächtigen Blüten im Frühling, dichtem Grün im Sommer und oft einer spektakulären Herbstfärbung. Im Winter lassen sie die Sonne durch und geben den Blick frei.

  • Hainbuche (Carpinus betulus): Sehr schnittverträglich, behält oft ihr trockenes Laub bis ins Frühjahr und bietet so auch im Winter etwas Sichtschutz.
  • Rotbuche (Fagus sylvatica): Ähnlich der Hainbuche, aber mit glänzenderem Laub und oft einer noch intensiveren Herbstfärbung.

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Die Eibe macht aus jeder Hecke einen Blickfang

Hecke EibeEine er besten Sorten für eine immergrüne Hecke ist die heimische Eibe, Taxus baccata. Sie gibt es in allen Größen: klein von 60 bis 80 Zentimeter, groß gewachsen können sie bis zu 3 Meter hoch werden. Bei Praskac werden die Eiben jedes Jahr streng zusammen geschnitten. Dadurch bleiben die Pflanzen von der Mitte aus ganz dicht und buschig und wirken dadurch nicht zerfleddert. Was man gar nicht darf, ist ein  kegelförmiger Heckenschnitt! Man muss die Eibe senkrecht schneiden, nur so behält sie bis in die Höhe einen dichten Heckencharakter.

Das Richtige für schmale Hecken

EIbenheckeWir empfehlen die Eibe, wenn jemand eine schmale Hecke haben möchte und nicht viel Platz verbrauchen will. Entscheidet man sich für eine Größe von 80 bis 100 Zentimeter, sollte man pro Hecken-Meter zwei Pflanzen setzen. Nimmt man Pflanzen von 1,50 bis 1,75 Meter Größe, reicht es, nur alle 70 cm eine Pflanze zu setzen. Im folgenden Jahr ist die Hecke, nachdem sie durchgetrieben hat, absolut dicht. Die heimische Eibe ist eine Pflanze mit waagrechten Trieben und ist dadurch sehr gut schnittfähig, d.h. wenn man sie jährlich einmal schneidet, bleibt die Hecke besonders schmal. Bei den heutigen kleineren Grundstücksflächen ist das ein nicht zu unterschätzender Aspekt: eine Hecke zu setzen, die nicht so viel Platz einnimmt.

Buchs ist „out“, Euonymus japonicus ist „in“

Wer es winzig möchte und sich eine klein bleibende zwergige Hecke bis zu einem halben Meter Wuchshöhe wünscht, dem sei der Buchs empfohlen. Einziges Problem dabei: seit einigen Jahren gibt es den Buchsbaumzünsler. Wolfgang Praskac hat deshalb eine tolle Alternative gefunden, einen immergrünen Spindelstrauch, den Euonymus japonicus „Green Border„. Ein Strauch, der kompakt und buschig wächst, winterhart ist und eigentlich die gleichen Wuchseigenschaften wie ein Buchs hat. Diese Sorte ist die Top-Empfehlung von Praskac. Die Pflanze wird auf einen Abstand von zirka 25 bis 30 Zentimeter gesetzt, also vier Pflanzen pro Laufmeter. Damit erreicht man sehr rasch eine gute Dichte und kompakte Hecke. Idealerweise schneidet man sie im Sommer zurück. Apropos schneiden: Man kann den Spindelstrauch auch in einer strengen Kastenform schneiden, so ist er ideal für die Einfassung von Rabatten und Beeten.

Hecken mit Blütensträuchern kombinieren 

BlütenstrauchheckeHat man ein bisschen mehr Platz zur Verfügung, kann man zum Beispiel Blütenstrauch-Hecken mit verschiedenen Sträuchern pflanzen. Dafür empfehlen wir die Sorten Forsythien (zB „Lynwood„), Blasenspiere (zB „Dart’s Gold„), die rotblättrige Haselnuss oder einen Zierapfel (zB Malus tschonoskii) sowie Rotdorn. Bis zu vier Meter hoch werden diese Heckensträucher und blühen den ganzen Sommer, bis in den Herbst hinein. Diese Blühhecken brauchen allerdings mehr Platz, 1,5 Meter Tiefe muss man ihnen schon zugestehen. Und für Kurzentschlossene haben wir schon fix und fertige, bunte Heckenkollektionen zusammengestellt, die jeweils für etwa 10 Meter Heckenlänge ideal kombiniert sind. Hier sehen Sie, wie die Heckenkollektionen im Garten aussehen: von der Lieferung bis zur Einwinterung.

Nachhaltigkeit und Biodiversität: Hecken als Klimaretter im Garten

Gerade in Zeiten des Klimawandels gewinnen Hecken eine immer größere Bedeutung. Sie sind nicht nur schön, sondern auch ein wichtiger Baustein für einen klimafitten und biodiversen Garten.

Franz Binder, dessen Expertise in einem relevanten Video beleuchtet wird, betont die Vorteile von sogenannten Mehrnutzenhecken. Diese Hecken sind so konzipiert, dass sie vielfältige ökologische Funktionen erfüllen: Sie schützen den Boden vor Winderosion, verbessern das Kleinklima und bieten gleichzeitig wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl von Tieren.

Unsere Tipps für eine klimafitte und artenreiche Hecke:

  • Einheimische Wildsträucher bevorzugen: Sie sind optimal an unser Klima angepasst und bieten heimischen Tieren die beste Nahrung und den besten Schutz. Vermeiden Sie invasive Neophyten.
  • Vielfalt ist Trumpf: Kombinieren Sie verschiedene Arten mit unterschiedlichen Blüten-, Frucht- und Wuchszeiten. Eine Mischung aus dornigen Sträuchern, blühenden Pflanzen und solchen mit essbaren Früchten schafft vielfältige Lebensräume.
  • Strukturreich gestalten: Eine mehrreihige Hecke mit Kern-, Mantel- und Saumzonen bietet besonders vielen Arten Unterschlupf und Nahrung.

Vernetzung schaffen: Hecken können als wichtige Wanderkorridore dienen und Ihren Garten mit anderen Grünflächen verbinden, wodurch die Biodiversität in der gesamten Landschaft gefördert wird.

Unsere Top-Heckenempfehlungen für Ihren Garten

Im Praskac Pflanzenland finden Sie eine große Auswahl an hochwertigen Heckenpflanzen, die perfekt an das österreichische Klima und die Böden angepasst sind. Wir beraten Sie gerne bei der Auswahl Ihrer persönlichen Traumhecke!

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Tipps zur Pflanzung einer Hecke